AfD offen für Zusammenarbeit mit Schwarz-Gelb

Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alice Weidel, gab an, daß ihre Fraktion eine schwarz-gelbe Minderheitenregierung unterstützen würde, wenn die Sondierungsgespräche zu „Jamaika“ scheitern sollten. Einzige Grundbedingung hierfür ist, daß Angela Merkel in dieser Minderheitenregierung nicht die Kanzlerin wird.

Wer anstelle von Merkel Kanzler werden soll, ließ sie im Gespräch mit der „Jungen Freiheit“ leider offen. Interessant wäre es mit Sicherheit gewesen, wen Weidel in den Unionsparteien für dieses Amt für fähig hält.

Die Grünen in Person von Katrin Göring-Eckardt verkündeten am Wochenende vor der letzten Sondierungswoche, daß „Jamaika unwahrscheinlich sei“. Es gibt derzeit noch zu viele Unstimmigkeiten zwischen den zukünftigen Partnern. Vor allem gibt es zu viele Differenzen zwischen den Grünen auf der einen Seite und der CSU und der FDP auf der anderen.

Die „Alternative für Deutschland“, die einen Umbruch in der deutschen Politik erreichen wollte, biedert sich bereits schon kurz nach der Bundestagswahl den etablierten Parteien an. Der Großteil der Wähler hat sie mit Sicherheit nicht in den Bundestag gewählt, um dort als Garant für Stimmenmehrheit der Unionsparteien tätig zu sein, sondern als Oppositionspartei, die die Machenschaften des demokratischen Parteienkartells nach draußen in die Öffentlichkeit trägt und darüber aufklärt. Diesen Wählerwillen tritt man mit diesen Vorhaben mit Füßen. Union und FDP werden mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht auf dieses Angebot eingehen, alleine die Unterbreitung dieses Angebots zeigt aber, wohin die Reise der AfD sich entwickeln kann.

Es ist nicht die eine Person Merkel, die alleine die Schuld an all dem Unheil in unserem Land trägt. Wer glaubt, daß eine Minderheitenregierung ohne eine Kanzlerin Merkel auf einmal pro-deutsche Politik machen würde, der unterliegt leider einem großen Trugschluß. Der Satz „Merkel muß weg“ ist ein kurzer Ausdruck des Protestes, mehr aber nicht. Was bzw. wer soll denn nach Merkel kommen? Seehofer? Bosbach? Lindner? Gabriel? Roth? Und warum sollten diese ohne Merkel plötzlich einen ganz anderen politischen Kurs fahren?

Es gilt, nicht einzelne Personen in diesem System zu hinterfragen, es gilt, das System als Ganzes zu hinterfragen!

Quelle: DIE RECHTE – Landesverband Baden-Württemberg

Bild: Jürgen Matern / Wikimedia Commons

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