Bericht zum Haverbeck-Prozeß in Bad Oeynhausen

Ursula Haverbeck zählt zu den bekanntesten Dissidentinnen der BRD. Am Dienstag wurde der mutigen Vorkämpferin für ein freies Deutschland, die nächsten Monat ihren 88. Geburtstag feiert, wegen ihres Engagements für Meinungs- und Forschungsfreiheit wieder einmal der Prozeß vor einem bundesdeutschen Gericht gemacht.

Haverbeck läßt sich von nichts und niemanden einschüchtern: Keinem Richter, keinem Staatsanwalt und keinem Zentralrats-Funktionär ist es gelungen, der couragierten Regimekritikerin den Mund zu verbieten. Deshalb durchläuft sie seit beinahe 15 Jahren eine Odyssee durch bundesdeutsche Gerichtssäle: von Hamburg bis München, von Berlin bis Bielefeld. Am Dienstag urteilte das AG Bad Oeynhausen über vier Beiträge auf der persönlichen Netzseite Haverbecks, die den Straftatbestand des Gesinnungsparagraphen 130 StGB („Volksverhetzung“) erfüllen sollen. Der RECHTE-Kreisverband Ostwestfalen-Lippe war mit einigen Personen vor Ort und berichtet exklusiv über den ereignisreichen Tag.

Großer Andrang – kleiner Gerichtssaal

Schon seit dem frühen Morgen warteten Unterstützer Haverbecks vor dem Gerichtsgebäude, um einen der begehrten Plätze im Sitzungssaal zu bekommen. Obwohl das Regime natürlich darüber informiert ist, daß Dissidenten-Prozesse immer auch eine große kritische Öffentlichkeit anziehen, werden in den allermeisten Fällen für die Verhandlungen zu kleine Gerichtssäle ausgewählt. So war es auch diesmal: In den Saal paßten etwa 50 Zuschauer, wovon ca. 15 für Journalisten der systemnahen Lügenpresse reserviert waren. Von den 35 Publikumsplätzen konnten etwa 30 mit Haverbeck-Unterstützern besetzt werden, nur eine Handvoll augenscheinliche Gegner der Meinungsfreiheit nahmen auf den Zuschauerrängen Platz.

Doch zu dem Prozeß waren noch wesentlich mehr kritische Deutsche angereist: Rund 50 Regimekritiker erhielten keinen Einlaß mehr und mußten vor dem Gerichtssaal warten, worauf sich der Gerichtsdirektor Werner Meier bereits erste deutliche Kritik der Wartenden anhören mußte.

Insgesamt waren also rund 80 Haverbeck-Unterstützer gekommen, was für einen frühen Dienstagmorgen eine sehr erfreuliche Zahl ist. Darunter befanden sich mehrere bekannte Persönlichkeiten des nationalen Lagers, wie z.B. Lady Michèle Renouf (England), Dr. Rigolf Hennig (Verden/Aller), Wolfgang Juchem (Kassel) und Meinolf Schönborn (Gütersloh).

Haverbeck verteidigt sich – Wartende stimmen Deutschlandlied an

Ursula Haverbeck erschien ohne Verteidiger, was sie damit begründete, daß kein Rechtsanwalt sie effektiv verteidigen könne, ohne sich dadurch selbst strafbar zu machen – ein weiterer Beleg für die Erbärmlichkeit dieses Systems. Haverbeck verteidigte sich also selbst: In ihrer ausführlichen Einlassung drang sie tief in die Weltgeschichte ein, um allen Anwesenden die Hintergründe zu erläutern, um die es bei diesem Prozeß gehe. Die junge Richterin wollte die Angeklagte mehrmals unterbrechen, doch Haverbeck ließ sich auch im Angesicht des Justizsystems nicht einschüchtern und verlas weiter ihr vorbereitetes Manuskript.

In der Eingangshalle des Gerichtsgebäudes spielten sich derweil Tumult-ähnliche Szenen ab: Ein älterer Herr war von Frau Haverbeck gebeten worden, eine Kopie des Manuskriptes ihrer Einlassung vorzulesen, um sie auch denjenigen bekanntzugeben, die keinen Platz im Gerichtssaal mehr erhielten. Doch der Herr konnte nicht einmal den ersten Satz zuendesprechen, da stürmte Gerichtsdirektor Werner Meier mit zwei Polizisten auf ihn los und drohte, ihn aus dem Gebäude werfen zu lassen, sollte er nicht sofort ruhig sein. Der ältere Herr war durch das Vorpreschen des Gerichtsdirektors derart irritiert, daß er beim Herabsteigen einer Stufe beinahe zu Boden stürzte.

Die ganze Szene veranlaßte die Wartenden zu lautstarkem Protest, dem sich Meier augenscheinlich nicht gewachsen schien und den Schutz der Polizisten suchte. Spontan wurde das Lied der Deutschen angestimmt. Wieder pöbelte Meier dazwischen, er würde die Eingangshalle räumen lassen, wenn man mit dem Singen nicht sofort aufhöre. Doch davon ließen sich die Anwesenden nicht beeindrucken, das Lied wurde in allen drei Strophen zuendegesungen. Die Schmach, dutzende mehrheitlich ältere Personen von der Polizei mit körperlicher Gewalt des Gebäudes zu verweisen, nur weil sie das Deutschlandlied gesungen haben, wollte sich Meier dann wohl doch nicht antun.

Unmutsbekundungen für die Richterin – Blumen und Applaus für die Angeklagte

Im Gerichtssaal nahm der politische Schauprozeß weiter seinen Lauf. Nach Haverbecks ausführlicher Einlassung, welche die Richterin mit Pöbeleien und der Staatsanwalt mit demonstrativ zur Schau gestelltem Desinteresse begleiteten, kam es zum Plädoyer des Staatsanwaltes. Er forderte für das Aussprechen gewaltfreier Meinungsäußerungen auf einer Netzseite für die 87-jährige Angeklagte zehn Monate Haft ohne Bewährung. Die Richterin ging über dieses Strafmaß sogar noch hinaus und verhängte eine elfmonatige Freiheitsstrafe. Die zwei weiteren (noch nicht rechtskräftigen) Urteile gegen Haverbeck aus Hamburg und Detmold eingerechnet, ergibt das eine Gesamtstrafe von 29 Monaten Haft!

Dazu die lapidare Bemerkung der Richterin: Die einzige Möglichkeit, Haverbeck von dem Aussprechen ihrer Überzeugungen abzuhalten, sei das Gefängnis. – Schauen wir mal, wie das Strafmaß für die Richterin ausfallen wird, wenn sie sich eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages wegen ihrer Tätigkeiten für das Merkel-Regime selbst auf der Anklagebank wiederfinden wird. Dann wird es mit „nur“ elf Monaten Haft wahrscheinlich nicht getan sein.

Die Urteilsbegründung der Richterin wurde mehrmals durch „Lügnerin“-Rufe aus dem Publikum unterbrochen. Einer der Anwesenden wurde während der Verhandlung sogar abgeführt und kurzzeitig festgenommen, weil er der Richterin den „Gabriel-Finger“ gezeigt haben soll.

Nach der Verhandlung wurde Haverbeck in der Eingangshalle des Gerichtsgebäudes mit stürmischem Applaus, Blumensträußen und Umarmungen begrüßt. Spontan wurde erneut das Deutschlandlied angestimmt und in allen drei Strophen gesungen – diesmal ganz ohne irgendwelche Pöbeleien des Gerichtsdirektors. Vor dem Gerichtssaal wurde währenddessen ein Transparent entrollt mit der Aufschrift „Nur die Wahrheit macht euch frei“.


Haverbeck vor dem Eingang des Amtsgerichts


„Nur die Wahrheit macht euch frei“

Haverbeck: „Haß nicht mit Haß bekämpfen!“

Anschließend trafen sich die Haverbeck-Unterstützer in einem nahegelegenen Restaurant. Dort war ein kleiner Saal für uns reserviert, doch aufgrund des unerwartet großen Andrangs beim Prozeß wurde eiligst der große Saal für uns hergerichtet. Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, hielt Haverbeck eine kurze Ansprache, indem sie den Verlauf der Verhandlung noch einmal Revue passieren ließ und ihre beim Prozeß vorgetragene Verteidigungsschrift näher erläuterte.

Darauf folgte eine interessante Frage- und Diskussionsrunde unter Einbeziehung der Gäste, in der u.a. auch Fragen der Religion eine Rolle spielten. Auf die Frage eines Teilnehmers, ob Haverbeck gegen die haßerfüllten Bemerkungen der Richterin vorzugehen gedenke, folgte eine Antwort, die auch die tiefgläubige Einstellung Haverbecks eindrucksvoll widerspiegelt: „Haß darf nicht mit Haß bekämpft werden. Am Ende wird das Gute immer über das Böse siegen!“


Haverbeck bleibt unverwüstlich: Kämpferische Ansprache im Anschluß

Quelle: DIE RECHTE – Kreisverband Ostwestfalen-Lippe

11 Antworten auf „Bericht zum Haverbeck-Prozeß in Bad Oeynhausen“

  1. „Gabriel Finger“ ist gut… Habt ihr gut geschrieben, und zeitnah, Kompliment. Waren sogar nach unseren Schätzungen nach einigen Rücksprachen über 90 Teilnehmer, aber auch 80 ist schon gut, wollen wir hoffen daß in Verden noch mehr kommen. War eine gute Zusammenarbeit von allen, hätte besser nicht laufen können. Das Bild mit Ursula Haverbeck und dem Blumenstrauss von Rigolf Hennig vom letzten Jahr beim Prozeß in Hamburg hatten wir gesucht (war in der BLÖD Zeitung), war nicht mehr zu finden – zu positiv… Darum dachten wir uns wir sorgen selbst für solche Bilder, die können sie jetzt nicht mehr löschen, ein Gegengewicht zu der üblichen Negativdarstellung der antideutschen Mainstream – Medien.

  2. Ich bin noch frei, vertrete doch auf Internet, dieselbe Auffassung wie Frau Haverbeck. Wie kann man noch nicht Revisionnist sein ! Ich habe 18 Monate lange als „Swangsarbeiter“ das III Reich erlebt und kein einziges Mal tag und Ncht, auf dem Lande oder im Zuge, im Theater oder im Schwimmbad u s w von der Polizei kontrolliert. Wir wurden sehr mencshlich behandelt. Jacques Vecker vecker@orange.fr

  3. Ihr solltet euch schämen, diese Frau, die millionenfaches Leid der Verbrecher des dritten Reiches leugnet. Politische Verfolgung, Haft, grundlose Tötungen usw. Wo gab es das in unserer Vergangenheit mehr als im dritten Reich. Und erzählt mir nicht das sind alles Lügen.Es gibt wohl Beweise genug. Ihr solltet froh sein, in einem so freien Land wie Deutschland leben zu können. Und so grauenvolle Verbrechen, wie in unserer Vergangenheit darf man nicht leugnen und es ist richtig, es unter Strafe zu stellen.

    1. Dann MUSS ich ja wohl an den Holocaust glauben was? Weil Ich mich natürlich nicht strafbar machen will… Das nennst Du Freiheit? Schwätzer!

    2. Wir bedauern, daß wir diesen Kommentar nicht veröffentlichen konnten. Er verstößt offensichtlich gegen den Maulkorb-Paragraphen 130 StGB, der eine freie und sachliche Debatte über gewisse historische Ereignisse unmöglich macht. DIE RECHTE fordert die Abschaffung des § 130 StGB („Volksverhetzung“), damit die Meinungs- und Forschungsfreiheit in Deutschland wiederhergestellt wird und solche öffentlichen Debatten in Zukunft möglich sind. – Die Schriftleitung

  4. „Our“ media, „our“ politicians, „our“ judges have the same masters. Don’t be afraid. Face them peacefully but prepare yourself (and your children) for the war to come against the globalists. It’s a very old project :

    In 1925, N. Coudenhove-Kalergi, the founder of the Pan Europe(former European Union) write in his book, „Praktisher idealismus“

    „The man of the future will be of mixed race. Today’s races and classes will gradually disappear owing to the vanishing of space, time, and prejudice. The Eurasian-Negroid race of the future, similar in its appearance to the Ancient Egyptians, will replace the diversity of peoples with a diversity of individuals.“
    „Instead of destroying European Jewry, Europe, against its own will, refined and educated this people into a future leader-nation through this artificial selection process. No wonder that this people, that escaped Ghetto-Prison, developed into a spiritual nobility of Europe. Therefore a gracious Providence provided Europe with a new race of nobility by the Grace of Spirit. This happened at the moment when Europe’s feudal aristocracy became dilapidated, and thanks to Jewish emancipation.“

    Here the original book in German, published in 1925, see the quote p22-23.
    https://archive.org/details/Coudenhove-Kalergi-Praktischer-Idealismus-2

    Best regards from Frankreich.
    (sorry i don’t speak German)

  5. Vor wenigen Tagen wurde Frau Haverbeck vom Amtsgericht? Verden zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.

    Es ist ein Schandurteil.

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