Freiheitsindex

Der FOCUS hat vorab den „Freiheitsindex Deutschland 2011“ veröffentlicht. Dies ist eine Studie des John Stuart Mill Instituts. Die Zahl der Probanden wird uns in dieser Vorab-Veröffentlichung leider nicht genannt; das wäre natürlich wichtig, um zu sehen, ob die Studie auch die nötige Breite hat. Aber trotz dieses (derzeitigen) Mangels gibt es ein paar sehr interessante Ergebnisse.

Diktatur oder Demokratie?

Der Nationalsozialismus, hört man an jeder Straßenecke, war die schlimmste Diktatur, die jemals existiert hat, egal, ob auf deutschem Boden oder sonstwo in der Welt. Das ist Staatsdoktrin der BRD – ebenso wie es das in der DDR war -, und das Gegenteil zu behaupten kann nach deutschen Sondergesetzen sogar strafbar sein.

Freizügigkeit soll zwangsweise ausgeweitet werden

Die Europäische Union will ihren maßgeblichen Geldgeber, die Bundesrepublik Deutschland, verklagen. Die BRD habe eine Richtlinie aus dem Jahre 2004 nicht umgesetzt. Diese bestimme eine erweiterte Freizügigkeit für Angehörige von in der BRD lebenden EU-Bürgern. Und zwar nicht – wie bisher – nur Angehörige der „Kernfamilie“ (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel, also auf- oder absteigende Linie ersten Grades), sondern auch Angehörige zweiten Grades, Onkel, Tanten, Neffen, Nichten und so weiter und so fort.

Nachwehen

Eine Reihe von Skandalen hat Christian Wulff das höchste Amt der Republik gekostet – und gleichzeitig dieses Amt ziemlich beschädigt.

Moslembruder neuer Präsident von Ägypten

Der langjährige Machthaber Ägyptens, Hosni Mubarak, liegt im Koma und wurde sogar schon für klinisch tot erklärt, auch wenn das vielleicht ein wenig verfrüht war. Aber sein Nachfolger scheint jetzt festzustehen: Ein Herr Mursi, Angehöriger der Moslem-Bruderschaft. Er setzte sich gegen den ehemaligen Regierungschef Shafik knapp durch, mit ungefähr 51,5 zu 48,5 Prozent. Ein Zeichen dafür, daß die ägyptische Gesellschaft ziemlich gespalten ist.

Kein guter Einfall….

Mit dieser lichtvollen Begründung hat ein Einsatzleiter der Polizei in Frankfurt am Main rechtspopulistischen Demonstranten das Zeigen von Mohammed-Karrikaturen (des dänischen Zeichners Westergaard vermutlich) untersagt.

Vorbildlich!

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Thorsten Albig von der SPD, kürzt sein eigenes Gehalt. Und zwar gar nicht nicht eimal wenig. Bisher hat er ca. 16.600 Euro brutto im Monat, künftig sollen es 2.100 weniger sein.

Angriffslinien

Die NPD ist im sächsischen Landtag zum Angriff angetreten. Angriffsziel war eine in der Tat sehr seltsame Kleiderordnung im Landtag, die das Tragen von Kleidung der Marke „Thor Steinar“ untersagt.