Dortmund: Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf BVB-Bus – Festnahme! [Update]

Immer mehr Informationen werden zu dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund bekannt, welcher sich am Dienstagabend (11. April 2017) auf dem Weg zum Westfalenstadion befand und im Stadtteil Höchsten mit drei Sprengsätzen angegriffen wurde (das „DortmundEcho“ berichtete). Mittlerweile steht auch fest, welche Herkunft das aufgetauchte Bekennerschreiben, das am Tatort zurückgelassen wurde, aufweist: Es soll auf islamistische Urheber zurückzuführen sein, berichten verschiedene Medien übereinstimmend.

Demnach beginne das Schreiben mit „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen“, es würde Bezug auf den Weihnachtsmarkt-Anschlag und die deutsche Beteiligung im Syrien-IS-Konflikt genommen. Die Bundesanwaltschaft hat bereits die Ermittlungen an sich gezogen, die Echtheit des Schreibens wird noch geprüft, doch vieles spricht dafür. Es scheint, als hätte der islamistische Terror auch in Dortmund Einzug erhalten, einer Stadt, deren politische Führung und Medienlandschaft sich regelmäßig mit Werten wie Weltoffenheit und Toleranz brüstet, in deren Schatten islamistische Tendenzen gedeihen konnten und warnende Stimmen mit der „Neonazi-Keule“ mundtot gemacht wurden. Ein Zustand, der sich bitter gerächt hat und noch viel schlimmer hätte enden können!

Ergänzung 12. April 2017, 14:45 Uhr:
Die Polizei geht mittlerweile auch offiziell von einem islamistischen Anschlag aus. Auf einer Pressekonferenz wurde bekanntgegeben, daß es eine Festnahme gegeben habe. Weiterhin sollen zwei Wohnungen durchsucht worden sein. Unterdessen wurde bekannt, daß die Sprengsätze mit Metallstücken versehen gewesen sein sollen, die sich zum Teil in die Sitze des Busses gebohrt hätten. Es sei „Glück im Unglück“ gewesen, daß es keine Todesopfer gegeben habe. Ob das hinterlassene Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund authentisch ist, wird indes weiterhin geprüft.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Erich Westendarp / pixelio.de

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