Dortmund-Lütgendortmund: Gegenwind für SPD-Oberbürgermeister Sierau bei Kirmeseröffnung! [Video]

2,5 Milliarden Euro Schulden hat die Stadt Dortmund angehäuft, ganze Stadtteile versinken in Kriminalität und Ghettoisierung, die Spanne zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, mittlerweile hat die Politik der offenen Grenzen eine Terrorwelle beispiellosen Ausmaßes entfacht – die Vorwürfe, die sich Dortmunds SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau als Folge seiner Politik gefallen lassen muß, sind gravierend.

Umso befremdlicher wirkt es, wenn jener Mann, immerhin Hauptentscheidungsträger einer Stadt mit rund 600.000 Einwohnern, versucht, die politischen Tagesthemen zu verdrängen und sich stattdessen bei Volksfesten in gemütlicher Atmosphäre feiern lassen möchte. Nicht immer sind solche Ablenkungsmanöver á la „Brot und Spiele“ jedoch erfolgreich: Am Freitagabend (25. August 2017) war Ullrich Sierau als prominenter Ehrengast zum Faßanstich der 658. Lütgendortmunder Bartholomäuskirmes angekündigt. Sieraus Erscheinen zog aber nicht nur einen Troß von SPD-Lokalpolitikern, Landtagsabgeordneten und den SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow an, sondern auch eine größere Zahl nationaler Aktivisten, unter ihnen DIE RECHTE-Ratsherr Michael Brück, die den Auftritt kritisch begleiten wollten. Ziel war es, deutlichzumachen, daß es nicht möglich ist, sich bei vermeintlich „unpolitischen“ Versammlungen den drängenden Fragen unserer Zeit zu entziehen, denn mit der Einladung des SPD-Politikers und Oberbürgermeisters Ullrich Sierau wird bereits ein eindeutiges politisches Zeichen gesetzt.

“Hau ab“-Rufe, kritische Kommentare und ein Platzverweis

Bereits vor der Ankunft von Sierau wirkten die anwesenden Polizisten, es mögen rund ein Dutzend gewesen sein, nervös – unübersehbar war der Wunsch der Beamten, mögliche Proteste gegen Sieraus Politik zu unterbinden. Mit dem Erscheinen des Politikers begannen aber Aktivisten, kritische Fragen zu stellen oder die Doppelmoral, mit der sich Sierau in Lütgendortmund abfeiern lassen möchte, während die Stadt mit ihrem gigantischen Schuldenberg kurz vor dem Kollaps steht, lautstark zu verdeutlichen.

Während Sierau eine argumentative Auseinandersetzung scheute, war dem Mann mit dem hochroten Kopf die Nervosität deutlich anzusehen: Als Sierau seinen Redebeitrag, der deutlich kürzer als erwartet ausfiel, begann, arbeitete er sich mehrmals an den anwesenden Nationalisten ab und attackierte diese in seiner Rede erwartungsgemäß – es wirkte jedoch, als hätte ihn der unerwartete Auftritt aus dem Konzept gebracht. Sierau, der sich innerhalb seiner Rathausmauern bei politischen Auftritten hinter Parteigenossen und seinen Mitarbeitern verstecken kann, ist öffentlichen Protest in direkter Nähe nicht gewohnt, wie bereits in der Vergangenheit, u.a. auch in Lütgendortmund, mehrmals deutlich wurde.

Umso wichtiger ist es jedoch, Politikern wie Sierau deutlichzumachen, daß ihre Politik eben nicht mit dem Betreten eines Volksfestes aufhört, sondern gerade auch dort weitergeht, zumal Sierau seine Rede erwartungsgemäß für politische Stimmungsmache nutzte. Statt sich einem Diskurs zu stellen, versteckte sich Dortmunds erster Mann im Übrigen einmal mehr hinter Polizeibeamten, die das Stadtratsmitglied Michael Brück letztendlich sogar mit einem Platzverweis belegten, als dieser beim Faßanstich Sierau mehrmals fragte, ob er auf den Untergang anstoßen würde – angesichts der Situation, in der sich Dortmund befindet, durchaus keine unberechtigte Frage.

Insgesamt, das kann an dieser Stelle angemerkt werden, verhielten sich die anwesenden Polizeibeamten jedoch vergleichsweise professionell und im Umgang mit Nationalisten höflich, was leider keine Selbstverständlichkeit ist, aber sicherlich in dieser Situation auch auf die hohe Zahl anwesender Medienvertreter zurückzuführen sein dürfte. Erkennbar war aber auch, daß der ein oder andere Polizist selbst darüber schmunzeln mußte, wie sehr sich der Oberbürgermeister einer Großstadt von einigen Demonstranten aus dem Konzept bringen ließ.

Festzuhalten bleibt: Wer Oberbürgermeister Sierau als Redner einlädt, wertet seine Veranstaltung damit nicht auf, sondern zieht Proteste gegen Multikulti, Sozialabbau und das Blockparteienkartell an. Nicht nur im Hinblick auf den aktuellen Bundestagswahlkampf ist es notwendig, kreative Protestaktionen bei Auftritten der etablierten Politiker zu intensivieren und jeder ist aufgerufen, sich einzubringen. Mit einer Kamera und ein wenig Selbstbewußtsein ist es möglich, den vermeintlichen Volksvertretern ihre Show zu vermasseln und Mißstände in den Mittelpunkt zu rücken. Schaut Euch die Terminpläne der Politiker an und tragt dazu bei, ihnen die Tour zu vermasseln. Friedlich und immer im Rahmen des geltenden Rechts, aber durchaus manchmal dreist und selbstbewußt, denn Zurückhaltung ist in diesen Zeiten wahrlich unangebracht!

Quelle: DortmundEcho

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