Fehlerberichtigung

Wir haben in dem Artikel über die Demonstration am 3. Oktober in Hamm berichtet, eine als Redner vorgesehener Angehöriger der „Jungen Nationaldemokraten“ habe auf Grund eines Verbots seines heimischen Landesverbandes Hessen nicht als Redner auftreten dürfen. Diese Information ist fehlerhaft; wir entschuldigen uns dafür beim Landesverband Hessen der NPD.

Die Rekonstruktion des Falles hat ergeben: Ein gewisser Marcel Weifenbach, NPD-Hessen, hatte als Redner zugesagt, und zwar als Ersatz für einen der JN angehörenden Redner, der aus nachvollziehbaren beruflichen Gründen lieber nicht öffentlich auftreten wollte. Am Veranstaltungstag sagte Marcel Weifenbach unserem Versammlungsleiter Sascha Krolzig, er dürfe aufgrund einer Weisung des Landesverbandes Hessen, namentlich des Landesvorsitzenden Daniel Knebel, nicht auftreten. Wir berichteten darüber auf dieser Netzseite; aufgrund eines internen Kommunikationsfehlers allerdings in der irrigen Annahme, es habe sich auch bei dem zweiten Redner um ein JN-Mitglied und nicht ein NPD-Mitglied gehandelt.

Daraufhin kontaktete der Landesverband Hessen uns und bat um Aufklärung, weil ein solches Verbot dort nicht bekannt sei. Wir hatten aus Gründen des Datenschutzes den Namen Weifenbach in unserem Artikel nicht genannt; und außerdem war uns mangels Kenntnis des NPD-Personals gar nicht bekannt, daß Daniel Knebel schon seit Ende letzten Jahres nicht mehr NPD-Landesvorsitzender von Hessen ist. Unser Versammlungsleiter Krolzig fragte also bei Weifenbach nach und bekam erstaunlicherweise eine anderslautende Auskunft als am Veranstaltungstag: Das Verbot an ihn sei am Vortag telefonisch aus der Parteizentrale in Berlin gekommen; von wem dort als Person, erinnere er nicht mehr. Außerdem empfahl Weifenbach uns, wir hätten doch gewiß sonst noch eine Menge zu tun; wir bräuchten uns darum nicht zu kümmern; er werde gern die weitere Aufklärung übernehmen.

Egal, was wir zu tun haben: Die Aufklärung einer solchen Angelegenheit ist uns durchaus wichtig! Wenn versehentlich eine Falschinformation verbreitet wird, sehen wir uns gegenüber dem Betroffenen in der Pflicht, die Sache aufzuklären und eine angemessene Entschuldigung auszusprechen.

Zwischenzeitlich hat die Parteizentrale der NPD bestätigt, daß Weifenbach – der erst seit etwa einem Monat Parteimitglied ist – dort nicht bekannt ist und niemand von der Parteizentrale aus ihm gegenüber irgendein Verbot ausgesprochen hätte.

Wir wissen nicht, was Marcel Weifenbach zu dieser Falschinformation bewogen hat: Ob er vor einem öffentlichen Auftritt plötzlich Lampenfieber hatte und eine Ausrede gesucht hat oder ob er einfach Unfrieden stiften wollte. Jedenfalls hat er uns gegenüber gelogen. Die Lüge erschien zunächst glaubhaft, weil Parteipräsidium oder Parteivorstand in der Tat an Funktionsträger der NPD ein Verbot gerichtet hat, auf Veranstaltungen von DIE RECHTE als Redner aufzutreten. Von daher war vorstellbar, daß ein Landesverband das Verbot auf Mitglieder ausweitet, die keine Funktionsträger sind. Wie gesagt, wir bedauern, eine Fehlinformation herausgegeben zu haben und entschuldigen uns hierfür bei dem betroffenen Landesverband.

2 Antworten auf „Fehlerberichtigung“

  1. Der Landesverband der NPD sollte nun seinerseits prüfen, wieso Weifenbach diese Ente in die Welt setzte, intern und sachlich. Geht ja sonst keinen was an. Vorsicht ist auf alle Fälle geboten, kann ja auch spalterische Gründe gehabt haben, und solche Dinge braucht keiner von uns. Ich hoffe, wir wachsen langsam „ALLE“ zusammen, das würde dem BRD-Staat nämlich ernsthafte Sorgen bereiten. Die Entschuldigung an den Landesverband der NPD – Hessen trage ich mit. Nur gemeinsam meistern wir unsere Krise und entwickeln vieleicht tragfähige Konzepte für eine Wende.

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