Nach mutmaßlich islamistischem Terroranschlag: BVB setzt Zeichen gegen Homophobie und Rassismus

Eine halbe Woche nach dem Terroranschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund konnte noch immer kein Täter ermittelt werden, lediglich ein umstrittenes Bekennerschreiben aus der islamistischen Szene liegt vor. Während die Ermittler deshalb die wildesten Spekulationen aufstellen, wer für den Anschlag verantwortlich sein könnte, um krampfhaft die Islamismus-Theorie zu widerlegen (getreu dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“), machen die Vereinsverantwortlichen von Borussia Dortmund das, was sie am besten können: Stimmung gegen „Rechts“.

Auf großflächigen, vom Verein angebrachten Bannern wurde beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Botschaften gegen Homophobie eingeblendet und auch die Eckfahnen waren in den Regenbogen-Farben gehalten. Unklar ist, ob die Aktion bereits längerfristig geplant gewesen ist oder ein spontaner Schnellschuß gewesen ist, um propagandamäßig vorzubeugen, falls irgendwann die islamistische Täterschaft des Anschlages nicht mehr zu verleugnen wäre. Wie Islamisten indes mit den privilegierten Homosexuellen, um deren Gunst der BVB mit einer solchen Aktion wirbt, umgehen, zeigt sich derweil in Tschetschenien, wo es derzeit zu Festnahmewellen und Mißhandlungen zum Nachteil von Homosexuellen und Transgendern kommt. Aber soweit wollen die BVB-Verantwortlichen wohl nicht blicken.

“Die anderen waren es!“ – wie Spekulationen den Tathintergrund verschleiern

Bisher scheint es am naheliegendsten, daß es sich um einen islamistischen Terroranschlag handelt. Dafür sprechen auch die drei gefundenen Bekennerschreiben, die angeblich typische Merkmale des IS-Terrorismus jedoch vermissen lassen – tatsächlich dürfte es aber wohl kaum ein „Terroristen-Gesetz“ geben, welches vorschreibt, wie Bekennerschreiben auszusehen haben, zumal zwischen tatsächlich eingewanderten IS-Terroristen, die über direkte Kontakte zu den Hintermännern verfügen, sowie durch Hetze im Internet radikalisierte, häufig konvertierte Terroristen zu unterscheiden ist, die oftmals über keine gefestigten Kontakte zu „richtigen“ IS-Terroristen verfügen.

Statt solche Überlegungen, die jedem kritischen Beobachter der aktuellen Medienberichte wohl im Kopf herumschwirren dürften, anzustellen, üben sich Presse und Ermittler mit Verdächtigungen in sämtliche Richtungen: Anfangs diente ein gefälschtes Bekennerschreiben der linken Szene, das sich dem Leser bereits durch den Gender-Irrsinn, der selbst über das übliche Antifa-Niveau hinausgeht, als solches hätte entpuppen müssen, als „Verdachtsmoment“. Anschließend rückten Hooligans, wahlweise aus Dortmund oder Leipzig, ins Visier, unterstellend, daß Leute, die sich beim Fußball gelegentlich prügeln, einen Mannschaftsbus in die Luft jagen (wobei gerade Dortmunder Fußballfans ihre Mannschaft vergöttern und wohl niemals attackieren würden).

Wenn schon mit Verdachtsmomenten um sich geworfen wird, ist es eigentlich eine Frage der Zeit, bis „Rechtsextremisten“ in den Fokus rücken – so wurde der Anschlag zunächst in die Nähe des „Compact-Magazins“ gerückt, weil dieses eine Schließung der Ramstein-Air-Base fordert. Ebenso wie das Bekennerschreiben zum Anschlag, aber wohl auch wie hunderttausende, die in diesen Tagen etwa bei Ostermärschen durch Deutschland laufen oder in Anti-Kriegs-Initiativen aktiv sind. Ein paar Tage später taucht dann ein „Bekennerschreiben“ auf, welches Bezug auf Adolf Hitler nehmen soll und Anschläge bei Demonstrationen gegen den AfD-Parteitag am kommenden Wochenende in Köln ankündigt – ein gefundenes Fressen für die Medien, doch mittlerweile hat sich herausgestellt, was wohl die meisten bereits vermutet haben, das Schreiben stammte wahrscheinlich von einem wichtigtuerischen Trittbrettfahrer.

Neueste Theorie ist im übrigen die Täterschaft eines ausländischen Geheimdienstes, wofür der professionelle Zündungsmechanismus der Bomben sprechen soll. Vielleicht sollen es ja in ein paar Tagen die Russen, die ohnehin für alle innen- und außenpolitischen Konflikte verantwortlich gemacht werden, von der Manipulation der US-Wahlen bis zum Sündenbock für die Politik im Nahen Osten. Immer ganz nach dem Motto: Es darf kein islamistischer Anschlag gewesen sein. Niemals, nie.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Erich Westendarp / pixelio.de

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