Spekulatius

Jo mey, is denn scho Weihnachten?

Nein, auf Weihnachten werden wir noch mehr als drei Monate warten müssen, und auch das leckere Spekulatius-Gebäck gibt es wohl nicht vor dem November, passend zur Adventszeit.

Google suggests….

Hätten wir uns vor zehn oder gar vor zwanzig Jahren vorstellen können, welchen Einfluß die zunehmende Computerisierung inzwischen auf unsere Alltagssprache hat? Nein, wahrscheinlich nicht. Damals hätten bei der Überschrift die meisten wohl den Kopf geschüttelt. Heute ist es wohl eher schwer, jemanden zu finden, der nicht weiß, was Googles „Suggestions“ sind. Man gibt einen Suchbegriff ein, und Google bietet einem automatisch verschiedene (weitere) Möglichkeiten.

Notenpresse

Der Chef der europäischen Zentralbank, der aus dem wirtschaftlich etwas maroden Italien stammende Draghi, will künftig in unbegrenztem Umfang durch die EZB Staatsanleihen aufkaufen lassen. Im Ergebnis bedeutet daß, daß die Notenpresse angeworfen wird, daß Geld erfunden wird, das gar nicht vorhanden ist, für das es keine Deckung gibt.

Altersarmut

Wer sein Leben lang fleißig gearbeitet hat, darf nun die Früchte seines Schaffens in Armut genießen ! Besonders gefärdet sind dabei Arbeitslose und Frührentner. Dabei ist die Kürzung der Renten politisch gewollt, denn bis jetzt haben alle Bundersregierungen der letzten Jahrzehnte in die Renten eingegriffen ! So sank das Rentenniveau von 51 auf 43 % des im Arbeitsleben erarbeiteten Bruttolohnes. Die Idee, mit der Riester-Rente die Rentenkürzungen aus zu gleichen, erweist sich als Schuß in den Ofen, da es sich viele Geringverdiener nicht leisten können.

Reich lebt länger

Eine alte Weisheit. Ein Gedicht von Hermann Lingg beschreibt die Schwarze Pest, die größte Katastrophe der europäischen Menschheit im 14. Jahrhundert, als „den großen Gleichmacher“. Das ist aber nur Literatur. Die Armen starben zahlreicher als die Reichen. Anders als diese konnten sie sich die Flucht vor der Seuche nicht leisten; sie konnten es sich nicht leisten, sich in Burgen und Palästen zu verbarrikadieren, um möglichst der Ansteckung zu entgehen. Und die Masse der Hungerleider war so schlecht ernährt, daß sie nicht sonderlich viel Widerstandskraft hatten.

Die Niederlage im Sieg

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck von der SPD, hat Ende letzter Woche ein parlamentarisches Mißtrauensvotum überstanden. Gestellt wurde es von der oppositionellen CDU. Grund dafür war die Pleite der landeseigenen Rennstreckengesellschaft am unter Motorsportlern legendären Nürburgring. Dort waren 330 Millionen Euro investiert worden, was als völlig überdimensioniert galt.

Demokratie-Desaster in Dortmund

In Dortmund mußten die Kommunalwahlen wiederholen werden. Vor drei Jahren geschah die Peinlichkeit, daß Bürgermeister und Kämmerin (die Schatzmeisterin der Stadt) am Tag nach der damaligen Wahl verkündeten, daß es ein gewaltiges Haushaltsloch und eine Haushaltssperre gäbe. Da dieser Umstand nicht über Nacht eingetreten war, handelte es sich um klare Wahlmanipulation. Nach langem juristischen Tauziehen fand daher diese Wiederholungswahl statt.

Rechtsradikale Sympathisanten bei der Polizei

Die linke „tageszeitung“ TAZ nennt es eine erschreckende Vorstellung. Sie weist darauf hin, daß im letzten Vierteljahr drei Fälle bekanntgeworden sind, die den Verdacht nahelegen, daß Polizeibeamte nicht nur heimlich solche Sympathien haben, sondern auch den „Thüringer Heimatschutz“ THS (angeblich die Keimzelle des späteren „NSU“) oder in jüngster Zeit Rockergruppen vor bevorstehenden Razzien gewarnt haben sollen. Darüber hinaus gab es in Baden-Württemberg Polizeibeamte, die zeitweilig Mitglieder des in Deutschland ansonsten irgendwie nicht so richtig wahrnehmbaren rassistischen „Ku-Klux-Klans“ waren. Und anläßlich des Verbots des „Nationalen Widerstands Dortmund“ äußerte sich der Polizeipräsident von Dortmund zufrieden – oder erleichtert? – , daß trotz der Einbeziehung mehrerer hundert Beamter in die Durchsuchungsaktionen vorher nichts durchgesickert sei.

Islamisten gegen Moslems….

In Libyen haben radikale Islamisten zwei Schreine zerstört, den einen in der Hauptstadt Tripolis, den anderen in der etwa 160 Kilometer entfernten Stadt Slitan. Als Vernichtungswerkzeuge dienten einmal Baumaschinen und einmal Sprengstoff.