Zeit der Grausamkeiten

Entgegen der Ansicht von Esoterikern und Maya-Freunden ist die Welt am 21. Dezember 2012 nicht untergegangen. (Wobei für Verstandesmenschen auch schwer einzusehen war, warum ein jahrhundertealter Kalender so etwas auf den Tag genau prophezeien können sollte.) Also dreht sich die alte Mutter Erde noch immer im gleichen Takt, und wir können weitere Grausamkeiten der von zumindest einer relativen Mehrheit des Volkes gewählten Politikern erleben.

Wahl-o-mat

Nicht nur der Begriff klingt so schön modern, nämlich englisch, sondern auch das Ding an sich ist eine Erfindung jüngster Zeiten. Schließlich würde so etwas nicht funktionieren, wenn es nicht Internet und moderne Computertechnik gäbe. Die machen so manches möglich. Ob es jeweils gut ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Oder des Benutzers. Speziell bei Bedienung eines Wahl-o-maten kommen manchmal andere Ergebnisse heraus, als man oder frau (oder: mensch) sich vielleicht gedacht hat.

Gutmenschen-Phantasien

Berivan Ekiz ist ein kurdischstämmiges Mädchen und lebt in Hamm. Sie geht in die Realschule, wo sie durch sehr gute schulische Leistungen auffällt. Obwohl als Streberin verschrien, ist sie dennoch modebewußt. Sie ist im Besitz von schönen Markenschuhen, die sie auch in der Schule trägt. Dadurch zieht die schlaue Berivan den Haß ihrer Mitschülerin Jessica Steiger auf sich. Jessica ist zwar nicht so gut in der Schule wie Berivan, dafür ist sie die Anführerin einer Mädchen-Clique, die den Schulhof terrorisiert. Sie und ihre Clique gehen auf die junge Kurdin los, stoßen sie zu Boden und ziehen ihr die Schuhe aus. Berivan steht zunächst völlig allein da, findet aber Trost und Hilfe bei ihren Freundinnen…

Madrid läßt grüßen

Der Bonner Hauptbahnhof war für ein paar Stunden gesperrt, wegen einer blauen Reisetasche. Das erwies sich als sehr sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Denn in der Tasche war, wie es zuerst hieß, „zündfähiges Material“. Spätere Berichte klangen dramatischer. Das besagte Material – Ammoniumnitrat sowie einige Kartuschen mit Butangas – hätte im Fall einer Explosion eine ähnliche Sprengkraft gehabt wie die Bombe von Madrid, der am 11. März 2004 191 Menschen zum Opfer fielen. Tatsächlich ist eine solche Behauptung wohl eher propagandistischer Natur, denn damals wurden in Madrid zehn Explosionen ausgelöst, und zwar in vier verschiedenen Zügen.

Ein Anschlag – kein Anschlag…

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy – geboren unter dem irgendwie nicht so ganz typisch deutsch klingenden Namen Edathiparambil – ist Vorsitzender einer der vielen NSU-Untersuchungsausschüsse. In diesem Fall des U-Ausschusses des Bundestages. Das ist zweifellos eine interessante Tätigkeit. Und möglicherweise macht man sich damit bei dem einen oder anderen Mitmenschen sogar unbeliebt. Zumindest kann man das glauben, wenn man davon ausgeht, daß hinter der eigentlichen „Zwickauer Zelle“ ein mehr oder minder gigantisches Netzwerk von Unterstützern stand.

Profiteure

Niemand läßt sich wirklich gern „Profiteur“ nennen. Das Wort hat einen so negativen Beigeschmack. Fast klingt es nach Schmarotzertum; mindestens aber ein wenig nach Trittbrettfahrerei.

Eine Extremismus-Definition

Auf dem islamkritischen Blog „Pi-News“ (Politically incorrect) ist ein Schriftwechsel zwischen dem Islam-Kritiker Michael Stürzenberger einerseits und dem Chefkommentator von „Welt am Sonntag“ und „Berliner Morgenpost“, Thorsten Krauel, veröffentlicht. Interessant daran ist, welche Extremismus-Definition der sicherlich nicht ganz einflußlose Journalist (der mit der Veröffentlichung des Schriftwechsels einverstanden war) darin liefert.

Farblose Meldungen

Bundesdeutsche Presseorgane müssen leider immer wieder über Straßengewalt berichten, oftmals über lebensbedrohliche oder gar tödliche. Kennzeichnend dafür ist in vielen Fällen, daß eine feige Übermacht einen einzelnen aus nichtigstem Anlaß ersticht oder zu Tode trampelt.

Palästina halber Staat

Die UN-Vollversammlung hat mit etwas mehr als zwei Drittel Mehrheit ihrer stimmberechtigten Mitglieder Palästina als Staat anerkannt. Allerdings gewissermaßen als halben Staat: Er hat bei den UN lediglich „Beobachterstatus“. Das unterscheidet sich noch ein wenig von der Vollmitgliedschaft.