Störungsfreie Kundgebung gegen NWDO-Verbot und starke Proteste gegen Antifademo nach Dorstfeld!

Der 23. August 2017 war ein ereignisreicher Tag für Dortmund: Ab 19.00 Uhr hatte DIE RECHTE anläßlich des 5. Jahrestages des NWDO-Verbotes eine Kundgebung gegen alle Organisationsverbote angekündigt, außerdem wollten Linksextremisten aus dem Spektrum des BlockaDo-Bündnisses von der Innenstadt nach Dorstfeld ziehen.

Begleitet wurde das Demonstrationsgeschehen von einem größeren Polizeiaufgebot sowie zahlreichen Medienvertretern – vor Ort war auch ein Kamerateam, welches für eine Wahl-Sondersendung in einem öffentlich-rechtlichen Sender Impressionen über DIE RECHTE sammeln wollte. Um die linksextreme Provokation in Dorstfeld nicht unkommentiert zu lassen, andererseits aber auch nicht die eigene Politik vom politischen Gegner vordiktieren zu lassen, wurde zudem eine Mahnwache am Wilhelmplatz angemeldet.

Über 100 Teilnehmer bei Kundgebung in der Innenstadt

Wie in den Vorjahren verlief auch 2017 die jährliche Protestkundgebung gegen das NWDO-Verbot ohne Zwischenfälle oder gar Störungen: Zwar hatten sich in weitem Abstand die Teilnehmer der Gegendemo gesammelt, doch konnten die rund 200 Linksextremisten nicht einmal akustische Auswirkungen entfalten. Rund um die Katharinentreppen, dem Versammlungsort der nationalen Versammlung, fanden sich Passanten und Schaulustige ein, welche den verschiedenen Rednern der rechten Kundgebung zuhörten. Nachdem Versammlungsleiter und DIE RECHTE–Stadtrat Michael Brück die Kundgebung eröffnet hatte, thematisierte er in seiner Ansprache die Großspurigkeit, mit welcher der geschaßte Innenminister Ralf Jäger (SPD) einst tönte, auch DIE RECHTE verbieten zu wollen – heute ist er lediglich ein Hinterbänkler im nordrhein-westfälischen Landtag.

Scharfe Kritik an staatliche Reaktionen richtete auch der Düsseldorfer Aktivist Sven Skoda, der gleichzeitig deutlichmachte, daß solche Schritte ergebnislos bleiben werden, solange idealistische Menschen auf die Straßen gehen und sich nicht abschrecken lassen. Der ehemalige Dortmunder Feuerwehrchef Klaus Schäfer ging auf die politischen Hintergründe und die vorgebrachte Kritik des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO) ein, die den Herrschenden offenbar zu unbequem wurde und sich nur durch ein Verbot stoppen ließ. Einige persönliche Impressionen von den Maßnahmen der Vereinsverbote gab anschließend Sascha Krolzig, der seinerzeit als Aktivist der „Kameradschaft Hamm“ (KS Hamm) vom Verbot der dortigen Organisation betroffen war und u.a. eine Hausdurchsuchung erhielt. Mit dem – mittlerweile schon traditionellen – Abspielen des Liedes „Wenn alle untreu werden“ wurde die Veranstaltung, zu der sich gezählte 105 Demonstranten einfanden, beendet. Doch für viele Aktivisten ging der Abend noch etwas weiter!


Übersichtsaufnahme der Kundgebung an den Katharinentreppen


Klare Botschaft: Weg mit dem NWDO-Verbot!


Aktivisten von DIE RECHTE, aber auch freien Gruppen und er NPD beteiligten sich

Spontane und vielfältige Proteste gegen Antifademo nach Dorstfeld

Ab 20.30 Uhr hatte die Partei DIE RECHTE am Wilhelmplatz eine Mahnwache gegen die linksextreme Demonstration angemeldet, die kurz zuvor den Dorstfelder Ortskern erreichte. Während sich rund 50 Teilnehmer, sowohl ehemalige Demonstranten aus der Innenstadt, als auch Dorstfelder Anwohner, zur Kundgebung einfanden, positionierten sich mehrere dutzend Aktivisten in Seitenstraßen, um sich den Aufzug anzuschauen und / oder spontanen Protest zu äußern. Obwohl sich die Aktivisten ausnahmslos friedlich verhielten, gingen Polizeibeamte unter Einsatz körperlicher Gewalt sowie unter Androhung von Pfeffersprayeinsatz mehrmals gegen nationale Passanten vor, u.a. in der Wörthstraße, Thusneldastraße, auf dem Wilhelmplatz sowie im Bereich Wittener Straße / Schulte-Witten-Park.

Die Polizei wirkte insgesamt eher unterbesetzt, dafür aber umso gereizter und hatte offenbar das Ziel, Grundrechte, beispielsweise das Recht auf Meinungsfreiheit, zeitweilig gegen Nationalisten außer Kraft zu setzen. Diese Rechnung ging jedoch nicht auf: über den gesamten Zeitraum der Antifademo fand nicht nur die Mahnwache am Wilhelmplatz statt, sondern zahlreiche Aktivisten bewegten sich im Ortskern und konnten immer wieder ihren Protest spontan äußern – friedlich, aber eben in direkter Hör- und Sichtweite. Erfreulicherweise liegt von mehreren Polizeiübergriffen sowie Bedrohungsszenarien mittlerweile Foto- bzw. Videomaterial vor.

Ein Sprecher der Partei DIE RECHTE erklärte, daß sich die Rechtsabteilung der Partei zeitnah mit einer Aufarbeitung der Vorfälle beschäftigen würde, um entsprechende Straf- und Disziplinarverfahren anzustreben. Hervorzuheben sind beispielsweise Äußerungen wie „Verpisst euch, sonst gibt es auf die Fresse“ oder „Ich darf nicht sagen, was ich jetzt am liebsten mit euch machen würde“. Polizisten, die nicht in der Lage sind, in Situationen, die sich lediglich auf eine Meinungskundgabe von Demonstranten beschränken, die Fassung zu bewahren, gehören eher vor ein Gericht als in den Polizeiberuf. Es wäre nicht das erste Mal, daß DIE RECHTE juristische Nachhilfe geben muß.


Schöner Leben im “Nazikiez”?!


Das letzte Aufgebot des linksextremistischen Umzuges


Immer wieder zeigten Aktivisten an der Aufzugstrecke Präsenz


Mehrfach wurden sie dabei von Polizeibeamten bedrängt und körperlich angegangen


Symbolisch: Friedliche Aktivisten, davor behelmte Polizei in Riot-Montur

Polizisten bedrängen Aktivisten im Schulte-Witten-Park:

Aggressive Polizisten bedrängen Aktivisten auf der Wittener Straße:

Festnahmen bei und Polizeieinsätze gegen Antifademo

Sehr zum Mißfallen der begleitenden Polizeibeamten, wurden ausschließlich aus der linken Demonstration heraus Straftaten begangen, sodaß es zu mehrmaligen Durchsagen in Richtung der Antifademonstranten kam, den Aufzug ordnungsgemäß fortzusetzen sowie auf Vermummung zu verzichten. Nach wiederholten Verstößen kam es zudem zu mehreren Gewahrsamnahmen, die sich gegen vermummte Teilnehmer richteten.

Weshalb die Linksextremisten auf ein solch gewalttätiges Gebahren setzen, ist im übrigen schleierhaft: Im Vorfeld war unter dem großspurigen Motto „Dorstfeld zerlegen“ mobilisiert worden, doch während der Zwischenkundgebung konnten sogar einzelne Nationalisten durch die Antifademonstration spazieren und nach Belieben Fotoaufnahmen des illustren Haufens der Multikultifanatiker anfertigen. Einmal mehr liegen Anspruch und Wirklichkeit bei Dortmunds Antifa weit auseinander – das ist nicht weiter schlimm, aber es wäre wenigstens ehrlich, dies einzuräumen und zukünftig auf ein pseudomilitantes Gebahren zu verzichten, um ernstgenommen zu werden. So zog einmal mehr ein schwarz vermummter Haufen durch Dorstfeld, in dem viele Personen nicht einmal das achtzehnte Lebensjahr vollendet hatten, der großspurige Drohungen ausstieß, jedoch nicht einmal mehr von unpolitischen Anwohnern ernstgenommen wird. „Was wollen diese Spinner denn wieder hier?“ war ein Ausspruch, der im Laufe des Abends mehrmals von Passanten vorgebracht wurde.


Na sowas: Fotoshooting am Antifa-Lautsprecherwagen

Insgesamt waren die Aktivitäten zum fünften Jahrestag des NWDO-Verbotes durch die linksextreme Demonstration umfangreicher als in den vergangenen Jahren. Der Gegenprotest selbst war es aber, welcher dazu beigetragen hat, daß in verschiedenen Medien über das Anliegen der nationalen Versammlung berichtet wurde. Und so ließ sich primär inhaltlicher Protest, welcher bei der Kundgebung in der Innenstadt vorgebracht wurde, mit optischen und spontanen Protestaktionen in Dorstfeld verbinden, die einmal mehr unterstrichen haben, daß der westliche Stadtteil kein gutes Pflaster für Linksextremisten bleibt!

Quelle: DortmundEcho

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