Trotz Zaunbau, Polizei-Invasion und Schikanen: Nationaler Protest gegen einseitiges Gedenken in Dorstfeld!

Von „ganz oben“ gab es einen klaren Befehl: Stadt und Polizei müssen die gutmenschliche Gedenkveranstaltung zum 9. November, die in Dorstfeld traditionell auf Gegenwind der national geprägten Einwohner stößt, vor jedem sichtbaren Protest „schützen“. Kurzerhand wurde ein Stadtteil in Ausnahmezustand versetzt:

Mitten auf der Wiese, die an das Mahnmal an der Arminiusstraße grenzt, zog die Stadt eine Trennwand, sogar der Bahnverkehr an der unmittelbar angrenzenden Haltestelle „Wittener Straße“ wurde zwischen 14.30 Uhr und 16.00 Uhr eingestellt – parallel dazu verteilte die Polizei großflächig und frühzeitig Platzverweise an jeden, den sie als nationalen Aktivisten vermutete. Auf welche vermeintliche Gefahrenprognose sich die Beamten dabei stützten, blieb während der gesamten Aktion unklar und wird wohl im Nachgang juristisch festgestellt werden müssen. Das Ziel von Polizei und Stadt, den Protest der Dorstfelder Bürger gegen das Gutmenschen-Gedenken am jüdischen Mahnmal quasi zu verstecken, konnte nicht ansatzweise erreicht werden, im Gegenteil!

Spontane Gegenkundgebung am Wilhelmplatz angemeldet

Immer wieder tauchten Einzelaktivisten auf, riefen Sprechchöre und zeigten u.a. Fahnen des deutschen Kaiserreiches, auch aus Wohnhäusern. Aus einer Hofeinfahrt wurde über eine Lautsprecherbox gegen die Schikanen der Polizei protestiert, während auf dem Wilhelmplatz eine Spontankundgebung gegen die Repressionen angemeldet wurde, die nach wenigen Minuten auch akustischen Beistand erhielt und somit deutlichmachte, daß die einseitige Mahnwache an der Arminiusstraße nicht ohne Widerspruch blieb.

Zwar versuchte die Polizei mehrmals, mit rechtswidrigen Maßnahmen die Proteste weiter zu behindern und auch den Versammlungsablauf der Spontankundgebung zu beeinflussen, nach juristischer Aufklärung zeigten sich jedoch die meisten Beamten ernüchtert und unterließen rechtlich bedenkliche Schritte gegen die Nationalisten, in anderen Fällen wird jedoch das Einlegen von Dienstaufsichtsbeschwerden und Platzverweisen geprüft bzw. veranlaßt.

Es ist jedoch erfreulich, daß es dem Staatsapparat mit einem völlig überzogenen, überdimensionierten Einsatz nicht gelungen ist, den Protest der Dorstfelder Anwohner (!) zu unterdrücken, wenngleich es zahlreiche Behinderungen gab. Wenn Anwohner als Problem wahrgenommen werden, sollten sich die Bezirksvertretung Innenstadt-West als Veranstalter im nächsten Jahr einen anderen Versammlungsort suchen, andernfalls die Anwesenheit kritischer Nachbarn und Nationalisten akzeptieren. Klar ist: Wer den 9. November als Tag vereinnahmen will, muß an einem solch bedeutsamen Datum, auf das viele Ereignisse der deutschen Geschichte gefallen sind und das im Jahr 1989 Grund zu den Einheitsfeierlichkeiten gab, mit Widerspruch rechnen. In Dorstfeld und überall!

Nachfolgend einige Impressionen der Proteste:

Die Gutmenschen-Veranstaltung wurde weiträumig mit einem Sichtschutz umzäunt


Rund um den Wilhelmplatz kam es zu Protestaktionen von DIE RECHTE


Auch Sascha Krolzig wollte die deutsche Teileinheit feiern, er bekam einen Platzverweis

Nachfolgend ein kleiner Videozusammenschnitt:

Und zum Abschluß noch eine “Mimimi”-Sammlung der linken Berufsdemonstranten, zusammengesucht auf dem sozialen Netzwerk Twitter:

Quelle: DortmundEcho

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