Zu den Bundestagswahl-Ergebnissen in Dortmund: Stich in die Herzkammer der Sozialdemokratie!

Die Bundestagswahl 2017 ist vorüber und ändern wird sich in Deutschland nicht viel. Multikulti-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird ihren Kurs wahrscheinlich mit neuen Verbündeten fortsetzen und das Parteienkartell einmal umhergewirbelt. Mit der AfD ist zwar erstmals eine rechtskonservative Partei im Bundestag, angesichts ständiger Flügelkämpfe bleibt aber abzuwarten, ob es ihr gelingt, konstante Oppositionsarbeit zu leisten.

Vor einer ausführlichen Analyse der Wahlergebnisse lohnt sich ein Blick auf den Ausgang der Bundestagswahl in Dortmund: Die SPD erreichte stadtweit in ihrer Hochburg lediglich noch 31 Prozent, weniger als 100.000 Menschen schenkten den Genossen das Vertrauen. Auch die CDU mußte Rückschläge hinnehmen und wurde für den Kurs ihrer Kanzlerin abgestraft, sie kommt auf rund 24 Prozent. Der FDP, die ihr Fähnlein bekanntlich mit dem Wind hängt, gelang es, trotz ihrer Wechselhaftigkeit auf 11 Prozent zuzulegen und sich als Protestpartei gegen die aktuelle Bundesregierung zu verkaufen. Ebenfalls zulegen konnte die Linkspartei (rund 9,5 Prozent), die Grünen stagnieren bei etwa 8 Prozent. Unter dem Bundesschnitt von rund 13 Prozent liegt die AfD (10 Prozent), ihr gelang es aber bei dieser Wahl, weite Teile des rechten Wählerklientels zu vereinen, die nationalistische NPD kommt in Dortmund lediglich auf 0,3 Prozent, andere Kleinparteien blieben bedeutungslos.

DIE RECHTE, die ihren Schwerpunkt auf die Kommunalpolitik legt, war zur Bundestagswahl im übrigen in NRW nicht angetreten. Ihren Absturz fortsetzen konnten im übrigen die linksextremen Piraten (0,6 Prozent), die ebenfalls linksextreme Satirepartei “Die Partei” kam in der Westfalenmetropole dagegen auf 1,2 Prozent.

In einem Kurzfazit läßt sich festhalten, daß an der Demontage von SPD, CDU und Co. weitergearbeitet werden muß. Auf Bundesebene, aber auch im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020. Dann gilt es nicht nur für die AfD, sofern sie bis dahin nicht heillos zerstritten ist, als rechtskonservative Opposition in den Stadtrat einzuziehen, sondern die nationale Bewegung durch eine radikal-rechte Kraft zu stärken, die keine Tabuthemen kennt und dadurch Themen anstoßen kann, vor denen AfD und Co. kneifen. Bis dahin zieht jedoch noch einige Zeit ins Land und wer weiß, vielleicht kommt die nächste Bundestagswahl angesichts der Instabilität in der Bundesrepublik sogar noch vor den kommunalen Urnengängen!

Die Dortmunder Ergebnisse der Bundestagswahl können hier eingesehen werden.

Quelle: DortmundEcho

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